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    Der Säbel

    Die Herkunft des Wortes „Säbel“ ist bis heute nicht genau geklärt worden, sämtliche Sprachen aus dem mittel- und westeuropäischen Raum verfügen über verschiedene Ausdrücke für diese Form der leichten Hieb- und Stichwaffen. Das englische „sabre“ oder das „sable“ sind dem deutschen Wort am ähnlichsten. Das deutsche Wort Säbel stammt jedoch zu hoher Sicherheit aus einer osteuropäischen Sprache, vermutlich dem Ungarischen.

    In der Vergangenheit wurden Säbel vor allem für Husaren zur unverzichtbaren Waffe, durch ihre Leichtigkeit und die scharf geschliffene Kante machten den Säbel zur tödlichen Gefahr für jeden Gegner. Der typische Säbel aus der alten Militärproduktion war einseitig geschliffen, zum Teil wurden auch die letzten 10-20 cm der ungeschliffenen Seite geschärft, um somit auch schnelle Rückhandstöße zu ermöglichen. Azch gezielte Stöße aus der nahdistanz wurden somit eine effektive Waffe für den Nahkampf. Die ersten Säbel waren bei Truppen im östlichen Raum Europas vorzufinden, zwar hatten die leichten Säbel eine geringere Durchschlagskraft wie die massiver gestalteten Schwerter, aber durch die Verwendung von leichterer Rüstung, zum Wohle der Bewegungsfreiheit, glich sich dieser Nachteil schnell wieder aus. Im zentraleuropäischen Raum wurden die Säbel erst ab dem Dreißigjährigen krieg (1618-48) zum festen bestandteil der Ausrüstung.
    Große Bekanntheit hat auch der so genannte „akademische Säbel“ erlangt, als Duellwaffe wurde er oftmals mit tödlichen Folgen in Duellen eingesetzt. Die Literatur greift dieses Motiv des öfteren auf, unter Anderem stirbt in Theodor Fontanes Gesellschaftsroman „Effi Briest“, der Verehrer Krampas imd Duell mit Effis Ehemann Baron von Instetten.

    In der Gegenwart ist der Säbel wohl am meisten durch den Fechtsport bekannt. Beim Sportfechten ist die Säbellänge auf maximal 105 cm festgeschrieben, das maximale Gewicht von 500 gramm wird zugunsten der Beweglichkeit und handlichkeit oftmals bewusst unterschritten. Der Säbel schützt durch die „Glocke“ die Hand des Fechters vor Stößen. Beim Duell mit dem Säbel gelten sowohl Stöße als auch Hiebe als Treffer, der gesamte Oberkörper, ausgenommen die Hand gelten als Trefferfläche.

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