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    Katana – Das japanisch Langschwert

    Gegen Ende des 14. Jahrhunderts löste in Japan ein neues Langschwert das bis dahin gebräuchliche Tachi ab: Das Katana. Es wiegt ca. 750-1000g und seine Länge beträgt etwa zwei Shaku (ca. 60 cm) und es ist damit ein wenig kürzer als das Tachi. Der größte Unterschied besteht aber darin, dass das Katana mit der Schneide nach oben im Obi (Gürtel) getragen wurde und somit das Ziehen und Angreifen in einer Bewegung ermöglichte. Das Katana gehörte zusammen mit dem Wakizashi (Kurzschwert) zu der Standartausrüstung der Samurai. Ein Samurai trug sein Katana stets bei sich und hatte es selbst beim Schlafen immer in Griffweite liegen.
    Ein Katana wird traditionell aus Tamahagane, einem japanischen Stahl aus Eisensand, hergestellt. Während des Schmiedens wird der Stahl mehrfach (etwa zehnmal) gefalten, wodurch die Klinge eine gleichmäßige Härte erhält. Außerdem erhält die Klinge einen Kern aus etwas weicherem Stahl. Ohne den weichen, elastischen Kern würde die Klinge bei Belastung schnell brechen, der harte Stahl wiederum sorgt für einen hohen Grad an nachhaltiger Schärfe. Beim späteren Härten im Wasserbad entsteht die für das Katana typische leichte Krümmung, da sich das vom Schmied höher erhitzte Metall der Schneide stärker ausdehnt als der Schwertrücken. Die leicht gekrümmte Form ist dabei beabsichtigt, da das Katana durch sie besser schneidet. Jedes Katana wird nach dem Schmieden poliert, was bis zu 120 Stunden dauern kann. Dabei schärft der Polierer die Klinge und bringt die Stahlstrukturen zum Vorschein.
    Das Katana wurde hauptsächlich als eine Hiebwaffe eingesetzt, kann aber auch als Stichwaffe genutzt werden. Es ist zentraler Bestandteil der japanischen Schwertkampfkunst (Kenjutsu). Heutzutage gibt es vom Kenjutsu noch u.a. Iaido, die Kunst des Schwertziehens und Kendo, die Kunst des Fechtens.
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