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    Degen

    Der Degen ist ein langer Dolch mit zweischneidiger Klinge aus dem Mittelalter, der als Stich- oder Hiebwaffe vom Militär genutzt wurde. Er wird allerdings auch beim Sportfechten als dreikantige und elastische Stichwaffe bis heute verwendet.
    Entstanden ist der Degen etwa im 16. Jahrhundert in Spanien. Die Nutzung hat sich auf ganz Europa übertragen aufgrund seiner vielseitigen Einsetzbarkeit. Neben seiner Nutzung als Militär- und Zivilwaffe ist er auch eine Reiterwaffe. Er ist aus dem Schwert der damaligen Zeit entstanden, ist ungefähr 120 cm lang, wovon die Klinge ca. 100 cm ausmacht. Häufig war der Griff aus Holz oder Metall, in edleren Ausführungen auch aus Elfenbein. Das Besondere an einem Degen ist der Querschnitt durch seine Klinge, da dieser mindestens drei- oder vierkantig ist.
    Viele Adlige und reiche Bürger besaßen im Mittelalter einen Degen. Das deutsche Heer, aber auch andere Offiziere trugen diesen Degen, der auch als Hiebwaffe eingesetzt werden konnte. Bei der Kavallerie und Offizieren galt der Degen als Rangwaffe und wurde am Gürtel in der Seite getragen. Er wurde vornehmlich als Stoß-Degen benutzt und hatte eine schmale und gerade ein-oder zweischneidige Klinge. Allerdings war seit Anfang des 19. Jahrhunderts den Offizieren und der schweren Kavallerie das Tragen des Degens vorbehalten. In der heutigen Zeit tragen die verschiedenen Armeen noch einen Degen an ihren Ausgehuniformen, vorzugsweise an den Militärakademien.
    Bei den Waffenschmieden hat sich um 1500 vor Christus bereits die Verarbeitung von Eisen gegen Bronze durchgesetzt. Die Schmiede haben schon ab dem 10 Jahrhundert ihre Namen in die Schwertklingen eingestanzt. Sporer oder Klingner nannte man die Degen- und Schwertschmiede. Kreuzschmiede und Schwertfeger diejenigen, die die Griffe hergestellt haben.
    Das im Urzustand recht weiche Eisen, geliefert in Barren oder Luppen, wurde erst durch die Zugabe von Kohlenstoff zu Stahl. Die Dichte der Klinge, ihre Festigkeit und die Elastizität erhöhte man durch Glühen und Hämmern. Die Qualität einer Klinge zeichnet sich durch das gekonnte Abwechseln dieses Vorgangs mit dem Abschrecken in kalten Wasser oder anderen Flüssigkeiten wie Blut, Talg oder auch Urin. Die Dauer des Abtauchens war ebenfalls ausschlaggebend. Mit dem Ende des 30 jährigen Krieges (1618-1648) sank die Herstellung von Blankwaffen.
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